Mehrertrag durch optimale Bewirtschaftung

Teilflächenspezifische Bewirtschaftung bei Körnermais zahlt sich aus. Das zeigt ein Projekt des Lagerhausverbundes, bei dem ein durchschnittlicher Mehrertrag von 5 % erzielt wurde.

Bewirtschaftung FelderBewirtschaftung FelderBewirtschaftung Felder[1556015444257746.jpg]
Bewirtschaftung Felder  

Im Jahr 2018 haben RWA Raiffeisen Ware Austria, das Lagerhaus Technik-Center sowie 4 Lagerhäuser und 9 Pilotlandwirte ein Projekt zur teilflächenspezifischen Bewirtschaftung bei Körnermais gestartet. Dazu sind auf 12 Schlägen mit einer Gesamtfläche von knapp über 100 ha Versuchsvarianten zum Vergleich herkömmlicher und teilflächenspezifischer Ausbringungstechnik in 3 unterschiedlichen niederösterreichischen Regionen angelegt worden (nordöstliches Weinviertel, Region um den Wagram, westliches Alpenvorland).


Im Rahmen der Versuche wurde einerseits die Saatstärke und andererseits die Menge des Stickstoffdüngers durch die Verwendung von Applikationskarten an die Teilfläche angepasst. Als Grundlage zur Erstellung der hier verwendeten Applikationskarten sind mehrjährige Biomasse-Satellitenkarten, wie etwa die Talking Fields-Basiskarte, zum Einsatz gekommen. Die Erstellung selbst wurde mit dem Profi Farm Management System "NEXT Farming OFFICE" durchgeführt. Voraussetzung für die Umsetzung sind die Verwendung von GPS und der Einsatz von ISOBUS-fähigen Maschinen und Geräten.

Teilflächenspezifische Bewirtschaftung

Farming Digital - Projekt Teilfläche © RWA

Mehrertrag von 5 %

Trotz der extremen Witterung im Jahr 2018 konnte ein durchschnittlicher Mehrertrag von 5 % bei Körnermais durch teilflächenspezifische Aussaat und N-Düngung erreicht werden. Der Spitzenertrag unterschied sich sogar um knapp 10 % vom Ertrag der Vergleichsfläche (ohne teilflächenspezifische Bewirtschaftung). Und das bei etwa gleichem Betriebsmitteleinsatz (Saatgut, Dünger) wie in den vorangegangenen Jahren und auf den Vergleichsflächen. Im Trockengebiet hat vor allem die Variation der Saatstärke ihr Potenzial zur Optimierung des Ertrags gezeigt. Je nach Ertragsfähigkeit der Teilfläche wurde dabei mehr oder weniger Saatgut verwendet. Dies wurde auch durch die Analyse der Daten aus der Ertragskartierung bestätigt. 2019 wird das Projekt fortgesetzt, um die Ergebnisse noch besser abzusichern und weitere Erfahrungen zu sammeln.

Applikationskarten

Die Basis für die Applikationskarten bilden Satellitendaten, Ergebnisse aus Ertragskartierungen und/oder Bodenprobenergebnisse. Auf Grundlage dieser Daten werden die Steuerungsgrößen für die Maschinen festgelegt und als Applikationskarte abgespeichert. Diese Karten sind damit die Grundlage für eine an Teilflächen angepasste Bewirtschaftung.

Fragen Sie Ihren Fachberater

Talking Fields Satellitenkarten sind in ausgewählten Lagerhäusern erhältlich. Weitere Informationen erhalten Sie in Ihrem Lagerhaus und beim Kundenservice von Farming Innovations (RWA) unter smartfarming@rwa.at

 

Autor: DI Matthias Göttinger, Digital Farming Experte, RWA

Benutzen Sie die Suchmaske, um das Ergebnis auf eine Postleitzahl einzuschränken. Sie können die Karte auch auf den Startzustand zurücksetzen.